Fett
Die drei Grundstoffe der Nahrung sind Kohlenhydrate, Eiweiße und Fett, wobei Fette die höchste Energiedichte haben. Eine Faustregel besagt, dass die Energiezufuhr durch Fett etwa 25 bis 30 % der Tagesenergiezufuhr ausmachen darf. Als Geschmacksträger ist Fett hervorragend geeignet. Energie die aus Fett gewonnen wird, findet in den Fettdepots des Körpers ihren Speicherplatz. Fett ist nicht wasserlöslich. In Benzol, Äther und Chloroform hingegen löst es sich sehr gut.
Die Hauptbestandteile von Fett sind Glyzerin und Fettsäuren. Bei den Fettsäuren unterscheidet man zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren sind in tierischen Fetten (Fleisch, Milch, Käse usw.) enthalten, ungesättigte in Pflanzenfetten (Olivenöl, Rapsöl usw.).
In der Ernährungslehre wird oft von versteckten Fetten gesprochen. Damit sind die Fette gemeint, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Süßigkeiten, Saucen, Gebäck können oft hohe Mengen an versteckten Fetten enthalten. Während das Fett bei Fleisch gut zu sehen ist, versteckt es sich in Wurst und Käse. Streichwurst zählt zu den fettlastigsten Nahrungsmitteln.
Ein effektiver Energieverbrauch, bei denen die Fettdepots angesprochen werden, findet erst nach einer halben Stunde körperlicher Betätigung statt. Vorher wird Energie aus den Kohlenhydrat- und Eiweißdepots verbraucht.
Im menschlichen Körper finden wir verschiedene Fette, mit unterschiedlichen Aufgaben. Schützt das Depotfett in der Unterhaut vor Unterkühlung und dient als Polsterung, so stärkt und fixiert das festere Organfett die Organe. Als Baustein im Nervensystem und Bestandteil von Zellen (Zellmembrane) erfüllt Fett ebenfalls wichtige Funktionen. Einige Vitamine benötigen Fett zur Verwertung im menschlichen Körper.
Es ist also nicht sinnvoll, völlig auf Fett zu verzichten. Der sinnvolle Einsatz von Fett ist sogar ausgesprochen gut für die Gesundheit. Omega 3 Fettsäuren, die in Fisch enthalten sind, stärken das Herz und die Gefäße und senken die Blutfette.
Die gesünderen Fette sind oft an der Konsistenz zu erkennen. Gesättigte Fettsäuren neigen zum Aushärten, ungesättigte nicht. Flüssige Pflanzenöle sind festen Fetten wie Butter oder Kokosfett vorzuziehen.
